Dort, wo seit Frühjahr 2007 auf rund 8.000 Quadratmetern ein zeitgemäßes Wohn- und Arbeitsumfeld an der Durlacher Ernst-Friedrich- / Ecke Gritznerstraße entsteht, stand einst die modernste Nähmaschinenfabrik Europas. Die Maschinenfabrik Gritzner war darüber hinaus Produzent von Fahrrädern und Motorrädern.
Gegründet wurden die Gritzner-Werke 1872 von Max Carl Gritzner (1825–1892). Zunächst entwickelte sich die Firma zur größten Nähmaschinenfabrik in Europa. 1886 wurde die Firma in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen „Nähmaschinenfabrik, vorm. Gritzner & Co, A. G." umgewandelt. Ab 1887 wurden zusätzlich Fahrräder und ab 1903 Motorräder produziert. Auch Pumpen und Dampfmaschinen waren zeitweise im Produktionsprogramm. Die Firma Gritzner fusionierte 1931 mit der „Pfälzischen Nähmaschinen-und Fahrradfabrik vormals Gebrüder Kayser AG" in Kaiserslautern zur „Gritzner-Kayser AG", die 1957 von G.M. Pfaff AG in Kaiserslautern übernommen wurde. Die Gritzner-Kayser AG übernahm 1958 die Fertigungsanlagen der Motorradwerke Mars für die Modelle Monza und Milano.
Mittlerweile gehören die renommierten Pfaff-Nähmaschinen zu einem amerikanischen Konzern. Der Unternehmensstandort Durlach passte nicht mehr in das Konzept des Unternehmens.
Hier, wo einst deutsche Industriegeschichte geschrieben wurde, entsteht jetzt das Neue Gritzner Zentrum. Ein Zentrum zum Leben und Arbeiten und zur Pflege sozialer Kontakte. Mit dem Mehr-Generationen-Konzept wird auf dem Areal einmal mehr Geschichte geschrieben.